Was sind Pellet?
Pellets sind genormte, zylindrische Presslinge aus getrocknetem naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) mit einer Länge von 10- 35 mm und einem Durchmesser von 6mm. Sie werden ohne Zugabe von Bindemitteln unter hohem Druck hergestellt. Als Bindemittel dient das im Holz enthaltene Lignin. Es sind max. 2% Presshilfsmittel zugelassen, die den Pressprozeß vereinfachen.
Was für einen Heizwert haben Pellets?
Holzpellets haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg und somit entspricht 1 kg Pellets ungefähr einem halben Liter Heizöl.
Faustregel: 2 kg Pellets = 1 l Heizöl = 1 m3 Erdgas
Was für Quallitätsanforderungen müssen Pellets gewährleisten?
Die Qualitätsanforderungen für den genormten Brennstoff sind in Deutschland in der DIN 51731 und in Österreich in der ÖNORM M 7135 festgelegt. Seit Frühjahr 2002 ist zusätzlich ein neues Zertifikat, die „DIN plus“, die beide Normen vereint und zusätzlich die Anforderungen an die Abriebfestigkeit und Prüfverfahren festlegt.
Wer liefert Pellets und ist die Versorgung gewährleistet?
In Deutschland ist die Versorgung flächendeckend gewährleistet. Unter der Internetadresse www.carmen-ev.de findet man die Hersteller und Pellethändler deutschlandweit nach Postleitzahlen geordnet.
Rohstoffe sind in ausreichender Menge verfügbar. Bei einem Baum, der in der Sägeindustrie verarbeitet wird, können zu 35% des Stammes nicht genutzt werden, wie Späne und Restholz. Dieses Material, allein in Österreich jährlich rund 500000 Tonnen, stehen für die Pelletproduktion zur Verfügung.
Besteht die Gefahr, dass Großkonzerne den Pelletmarkt diktieren?
Das Interesse besonders bei den Ölkonzernen ist bereits vorhanden, denn die Vorstände müssen ihre Konzerne für die Zeiten nach Öl und Gas absichern. So vertreibt Shell in Österreich bereits Holzpellets über ihr Händlernetz. Die Herstellung wird aber eine regionale Angelegenheit bleiben, denn die Pelletwerke sind von dem Rohstoff „Sägespäne“ abhängig. Daher entstehen Pelletwerke als kleine und mittelständische Industriebetriebe in der Nähe von Sägewerken.
Warum soll ich mit Pellets heizen?
Pellets erlauben gerade dem privaten Nutzer, die ökologischen Vorteile von Holz als Brennstoff zu nutzen, ohne auf den Komfort einer Öl- bzw. Gasheizung zu verzichten. Nur die Asche muss hin und wieder entsorgt werden (kompostierbar). Damit bieten sich Pelletheizungen als moderne Lösung an, wenn es um die Neuinstallation oder den Ersatz von Heizungsanlagen geht. Die Vorteile der Pellets resultieren aus der hohen energiedichte, ihrer guten Transport- und Lagerfähigkeit sowie den niedrigen Emissionen. Zudem wächst Holz Jahr für Jahr nach.
Welche Schadstoffe entstehen in einer Pelletheizung?
Jede Verbrennung (auch die von Gas und Öl) ist nicht so vollständig und exakt wie man sich das wünschen würde. CO2 entsteht auch beim Verbrennen von Pellet und Holz, aber nur so viel wie der Baum beim Wachsen aufgenommen hat, dh. Holz verbrennt CO2 neutral. Weitere Emissionen?
CO: Kohlenmonoxid . Entsteht durch unvollständige Verbrennung des Brennstoffes
OGC: Organisch noch gebundener Kohlenstoff. Entsteht ebenfalls durch unvollständige Verbrennung des Brennstoffes
NOX: Stickoxide. Entstehen durch die Reaktion des Stickstoffs und des Sauerstoffs der Luft. Luft enthält ca. 20% Sauerstoff (O2) und 80% Stickstoff (N2).
Staub: Entsteht bei der Verbrennung von Holz. Es handelt sich um mitgerissene Ascheteilchen.
Der Ausstoß (Emission) von Schadstoffen ist bei modernen Holzpelletkesseln sehr gering. Dazu trägt auch der genormte Brennstoff bei, der sehr sauber verbrennt und keine Fremdstoffe enthält. Der geringe Rindeanteil, der bei Pellets zugelassen ist, führt zu einem sehr geringen Ascheanfall von unter 0,5%. Das bedeutet, aus 1000kg verbrannten Pellets entstehen weniger als 5 kg Asche.
Werden Holz- sowie Pelletsanlagen vom Staat gefördert?
Das Bundesförderprogramm für erneuerbare Energien berücksichtigt Zentralheizungen für Holz sowie Holzpellets bei der Förderung. Wer sich für eine neue Technologie einer Holz- bzw. Holzpelletheizung entscheidet, erhält einen Zuschuss je Kilowatt Nenn- Wärmeleistung. Nähere Auskünfte zu dem Förderprogramm gibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn (www.bafa.de).
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